Sehen, nicht nur schauen: Beobachtungsaufträge fokussieren die Aufmerksamkeit der Lernenden im Kino

10b auf der Spur von „Marie Curie“

Lernen außerhalb des Klassenraums: Schulkinowochen NRW

Am Montag, dem 26. Januar 2026 war die Klasse 10b mit ihren Lehrkräften Frau Deventer und Frau Gehlen anlässlich der „Schulkinowochen“ im Moerser Kino.

Die Schulkinowochen sind ein deutschlandweites Projekt bei dem jedes Jahr mehrere hunderttausend Schüler und Schülerinnen zum ermäßigten Preis eine Filmvorstellung in einem Kino in der Nähe besuchen können. Die ausgewählten Vorstellungen lassen sich in verschiedene Unterrichtsfächer integrieren und zu jedem Film gibt es passendes kostenfreies pädagogisches Begleitmaterial.

Der Film „Marie Curie – Elemente des Lebens“ erzählt die beeindruckende Lebensgeschichte einer der bedeutendsten Wissenschaftlerinnen der Geschichte. Im Mittelpunkt steht Marie Curie, eine Physikerin und Chemikerin, die Ende des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts wichtige Entdeckungen in der Radioaktivität machte.

Sie erforschte gemeinsam mit ihrem Ehemann Pierre Curie die Radioaktivität und entdeckte die chemischen Elemente Polonium und Radium. Der Film zeigt nicht nur Curies wissenschaftliche Arbeit, sondern auch die Herausforderungen, die sie als Frau, schon früh ohne ihren Mann Pierre meistert. Sie hört nicht auf zu forschen, obwohl ihre Kollegen unter dem dauerhaften Druck durch die Bevölkerung absprangen. Trotz der vielen Rückschläge und persönlichen Verluste verfolgt sie weiterhin ihre Ziele, wodurch ihr außergewöhnlicher Einsatz mit zwei Nobelpreisen gewürdigt wird – eine bis heute sehr seltene und außergewöhnliche Leistung, für die sie leider auch ohne ihren Mann keinerlei Anerkennung erhalten hätte.

„Der Film über die Lebensgeschichte von Marie Curie macht deutlich, wie wichtig Durchhaltevermögen und Resilienz für wissenschaftlichen Fortschritt sind. Der Film bietet spannende Einblicke in die Geschichte der Naturwissenschaft und regt dazu an, über die Bedeutung von Forschung und Gleichberechtigung nachzudenken. Damit ist der Film besonders für Schülerinnen und Schüler sehr sehenswert und kann gut als Allgemeinbildung angesehen werden“, so Janosch Zwenger.

Mathilda Eichhorn berichtet: „Meiner Meinung nach ist die Darstellung des gesamten Films sehr gelungen. Man konnte der Geschichte gut folgen und durch kleine Filmausschnitte aus deren Zukunft konnte man etwas über die Einsatzmöglichkeiten von dem Stoff Radium lernen. Ebenfalls gefallen hat mir der Einblick in das Leben einer Frau zu dieser Zeit und mit welchen Problemen sie sich zu befassen hatte.“

Im Deutschunterricht hat sich die 10b vorab bereits mit dem Mathilda-Effekt bzw. der  Benachteiligung von Frauen trotz ihrer bis heute heutigen wichtigen Entdeckungen oder Erfindungen befasst. Mit Steckbriefen haben sich die Schüler:innen verschiedene weibliche Wissenschaftlerinnen vorgestellt wie z.B. Rosalind Franklin, die entscheidende Beiträge zur Entdeckung der DNA-Doppelhelix geleistet hat oder auch Nancy Johnson, die DIE Eismaschine entwickelt hat oder auch Josephine Cochrane, die die erste Spülmaschine erfunden hat. „Auch wenn diese Namen eher unbekannt sind, haben sie und unzählige andere Frauen Unglaubliches für die Zukunft geleistet und sollten daher größere Anerkennung bekommen“, so Julia Börkircher.

Für den Kinobesuch bekam die Klasse 10b auch ein paar Beobachtungsaufträge, die das Thema „Filmanalyse“ betrafen. Im Film „werden viele Stilmittel genutzt wie zum Beispiel die Vorausblenden oder Rückblicke, die immer wieder in kritischen Momenten eingespielt werden, um die Handlung eines Charakters zu erklären oder die Folgen einer Handlung darzustellen“ (Marélie Soulier) wie z.B. die Entdeckung der Radioaktivität für die Entwicklung einer Atombombe, die dann später beispielsweise in Hiroshima detoniert ist.

Wir bedanken uns an dieser Stelle rechtherzlich sowohl beim Movie Center Moers als auch beim Schulkinoprogramm, die das Kino als außerschulischen Lernort fördert.

Ingesamt betrachtet ist das Schulkinoprogramm eine wunderbare Möglichkeit Filme als Kulturgut im Unterricht zu thematisieren und die vielen Facetten dieses Mediums zu beleuchten.

Foto: Charlene Gehlen

Text: Julia Börkircher, Janosch Zwenger, Mathilda Eichhorn, Marélie Soulier, Charlene Gehlen

— [Daniel Heisig-Pitzen]

Zurück

Weitere Nachrichten

"Die Götter diskutieren über Europa"

Adolfiner mit Film beim Wettbewerb "Aus der Welt der Griechen" erfolgreich

Schlossmuseum zum Unterrichtsort gemacht

Klasse 9e besucht Sonderausstellung

Mordfall Susanne Terlinde gelöst

DNA-Sequenz durch Bio-Gks gefunden

Siegerduo beim Chem-pions Wettbewerb

Julia Wolff (7e) und Aaron Berger (5a)

Auf interessante Fragen kluge Antworten

Rückblick auf 18. Erweiterungsprojekt - mit Video

Unter den Top 4 Debattanten

... beim Jugend Debattiert Regionalentscheid

Weg mit dem wilden Müll!

AG "Gute Taten" beteiligt sich am Abfallsammeltag

Aufnahme der neuen Fünftklässler

Bestätigungen werden ab dem 1. März 2018 versendet

Bon appétit!

Essen im Französisch-Unterricht sehr erwünscht

Flucht aus Moers vor dem Nazi-Terror

Klasse 9D besucht Sonderausstellung im Schlossmuseum

Nach Deutschland im "Akropolis-Zug"

Migration als Thema der Geschichte in der EPh