26 Adolfinerinnen und Adolfiner stellten sich der schwierigen Herausforderung neben dem Unterricht noch einen Vortrag für das Erweiterungsprojekt zu erstellen.

Ein spannender Abend mit tollen Vorträgen

Rückblick auf das Erweiterungsprojekt durch Jasper Sitte, Klasse 8a

Hielt einen Vortrag über die "Physik der Dissonanz": Jasper Sitte, Klasse 8a.

Seit 16 Jahren bietet das Erweiterungsprojekt Schülerinnen und Schülern der Klassenstufen 6 bis 8 die Möglichkeit, sich außerhalb des Unterrichts ein halbes Jahr lang intensiv mit einem selbst gewählten Thema zu beschäftigen. In diesem Jahr nahmen 26 Adolfinerinnen und Adolfiner an dem Projekt teil. Vor einem interessierten Publikum präsentierten sie jetzt ihre Ergebnisse. Jasper Sitte aus der Klasse 8a schildert seine Erfahrungen:

„Als ich vor einigen Monaten die Einladung bekommen habe, am Erweiterungsprojekt teilzunehmen, habe ich mich gefreut. Zuerst wollte ich ein Thema aus der Musik nehmen, aber weil Herr Jankowski, der mich bei dem Projekt betreut hat, Mathe und Physik unterrichtet, haben wir uns auf einen Kompromiss geeinigt: ein Thema aus der Akustik. Mein Arbeitstitel war zuerst „Die Akustik der Musikinstrumente“, aber bei den Recherchen hat sich schnell gezeigt, dass das viel zu umfangreich geworden wäre. Nach einigem Hin und Her-Überlegen haben wir uns auf „Das Phänomen der Dissonanz“ geeinigt. Die physikalischen Experimente, die wir dabei geplant hatten, ließen sich nicht wirklich passend einbauen, so dass ich beschlossen habe, die praktischen Beispiele auf meiner Geige vorzuspielen.

Die Arbeit an dem Thema war spannend, aber auch aufwändig. Ich musste viele Quellen lesen und Informationen suchen. Dass die meisten Studien nur in englischer Sprache vorliegen, hat die Sache nicht vereinfacht. Am schwierigsten war es, die Arbeit so ausführlich wie nötig zu gestalten, gleichzeitig aber auch so kurz wie möglich, um die Vortragszeit nicht zu überziehen. Am Vorstellungstag musste ja ein straffer Zeitplan eingehalten werden. Herr Kisters, der das Erweiterungsprojekt koordiniert, hatte den Plan so zusammengestellt, dass man möglichst unterschiedliche Vorträge anhören konnte. Das Angebot war sehr vielseitig, und es war interessant, womit die einzelnen Teilnehmer sich beschäftigt hatten: von Terrorismus, Relativitätstheorie und Magersucht bis Klimawandel, Penicillin und Schulprojekt in Afrika gab es alle möglichen Themen. Vor meinem eigenen Vortrag habe ich mir von Simon Bußmann aus der 7d angehört, ob „die E-Mail Pest oder Segen“ ist.

Bei meinem Vortrag kamen viele Zuhörer, was ich richtig gut fand. Als ich fertig war, habe ich mir von Judith Klumb aus der 6d ihren Vortrag über Müll im Meer angehört und was wir tun könnten, um zu verhindern, dass es irgendwann in den Ozeanen keine Tiere mehr gibt. Nach der Pause habe ich von Julius Fischer (6b) gelernt, wie Beatboxing funktioniert. Er hat einen tollen Vortrag mit vielen Musikbeispielen gehalten und es geschafft, dass zuletzt das ganze Publikum mitgemacht hat. Das war sehr lustig. Gelacht wurde auch bei dem Vortrag von Emma v. Groeling-Müller und Maja Poppendieck (6e), obwohl die beiden eigentlich ein ernstes Thema hatten: „Die Kuh, das Auto und der Klimawandel?!“ Dabei haben sie auch erzählt, dass Kuh-Rülpser vom Methanausstoß her schlimmer sind als Kuh-Pupse, darüber haben sich die Zuhörer köstlich amüsiert.

Was mir sehr gut gefallen hat, war die Atmosphäre bei der Veranstaltung. Wir haben uns beim Aufbau und beim Vorbereiten der Beamer gegenseitig geholfen, und es gab keine Konkurrenz, welcher Vortrag jetzt der beste oder interessanteste sei. Auch wenn es zwischendurch immer wieder viel Arbeit war, hat mir das Erweiterungsprojekt insgesamt vor allem Spaß gemacht, und ich würde jedem empfehlen, auch mal mitzumachen.“

 

Text: Jasper Sitte, Klasse 8a | Fotos: Andrea Klein.

— [Daniel Heisig-Pitzen]

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