Hardware zum Anfassen

Informatik-Praxis in der 6e

„Viele Kinder wachsen heute ganz selbstverständlich mit Smartphones, Tablets und Laptops auf. Wie ein klassischer Desktop-PC von innen aufgebaut ist, wissen viele gar nicht mehr. Da tauchen plötzlich ganz grundlegende Fragen auf: ‚Wie, der hat keinen Akku? Der muss dauerhaft an den Strom?‘ oder ‚Ist der Netzanschluss eigentlich fürs Internet da?‘ Was ein Prozessor leistet, wofür man RAM benötigt, warum der Lüfter unermüdlich arbeiten muss und wie eine Soundkarte aussieht – all das bleibt ohne einen Blick ins Gehäuse oft ein abstraktes Rätsel.“ — Sebastian Mecklenburg, Fachlehrer

Schülerbericht von Ben Krolzik (Klasse 6e):

„Im Informatikunterricht haben wir alte Desktop-PCs bis auf das Mainboard auseinandergebaut. Von der CPU über den Arbeitsspeicher bis hin zum Netzteil konnten wir jedes Teil selbst in die Hand nehmen, genau untersuchen und mit kleinen Infokärtchen beschriften. Besonders der Moment, als der Gehäusedeckel zum ersten Mal abgenommen wurde, war für alle super spannend.

Unser Deal für die Stunde lautete: Erst komplett zerlegen, verstehen, was die Teile machen – und danach alles wieder zusammenbauen!

Das Wiederzusammensetzen stellte sich allerdings als echte Herausforderung heraus: Wo gehört welches Kabel hin? Welche Schraube passt in welches Gewinde? Als Herr Mecklenburg dann scherzhaft mit Nachmittagsunterricht zum Weiterbauen drohte, gaben alle noch einmal Vollgas. Genau zwei Minuten vor dem Gong hatte es schließlich auch die letzte Gruppe geschafft, den Deckel wieder festzuschrauben!

Die ganze Klasse hatte eine Menge Spaß, wir haben richtig viel gelernt – und ob wohl jeder Computer beim nächsten Anschalten direkt wieder fehlerfrei anspringt? Man weiß es nicht…“

Text: Sebastian Mecklenburg

Fotos: Ben Krolzik

— [Daniel Heisig-Pitzen]

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