Im Wettbewerb das Für und Wieder erörtert

Jugend debattiert 2026 - Schul- und Regionalentscheid

Auch in diesem Schuljahr beteiligte sich unsere Schule am Wettbewerb Jugend debattiert, bei dem Schülerinnen und Schüler lernen, gesellschaftliche Streitfragen strukturiert, sachlich und fair zu diskutieren. Bewertet werden dabei nicht nur Sachkenntnis und Überzeugungskraft, sondern auch Ausdrucksvermögen und Gesprächsfähigkeit – also genau jene Kompetenzen, die für eine lebendige Demokratie entscheidend sind.

Schulentscheid – Halbfinale

Siegerinnen und Sieger beim Schulentscheid (AK II): Timo Bartels, Inka Kuczkowiak, Coralie Salenga und Berk Akcil

Am 23. Januar 2026 verwandelten sich die Räume I 26 und I 27 von der ersten bis zur siebten Stunde in Debattenforen. In jeweils zwei Runden traten die Jahrgangsstufen 9 und 10 (Altersklasse I) sowie die Oberstufe (Altersklasse II) gegeneinander an. Insgesamt 32 Schüler debattierten in insgesamt 11 Debatten, dabei schlugen immer jeweils zwei Schülerinnen oder Schüler auf der Pro-Seite politische Maßnahme vor. Ihnen erwiderten zwei Lernende von der Contra-Seite die Schwierigkeiten und Probleme, die sich aus diesen Maßnahmen ergeben Jede Debatte, bei der die Debattanten den Vorgaben folgend zwischen Eingangs- und Schlussstatements zwölf Minuten lang frei diskutierten, dauerte dabei insgesamt 24 Minuten.

So wurde unter anderem der Frage nachgegangen, ob Schülerinnen und Schüler ihre Schule selbst putzen sollten. Ebenso diskutierten die Teilnehmenden darüber, ob schriftliche Prüfungen für den Schulabschluss künftig am Computer geschrieben werden sollten oder ob für das Fahren von E-Scootern eine Führerscheinpflicht gelten sollte. Auch wirtschafts- und gesellschaftspolitische Themen wie die Abschaffung von Kupfergeld als gesetzliches Zahlungsmittel in Deutschland oder die Einführung eines jährlichen Schüleraustauschs zwischen alten und neuen Bundesländern wurden engagiert erörtert.

Die Jury bestand aus den Lehrkräften Daniel Heisig-Pitzen, Lucas Liesegang, Marcel Buchmüller und Franziska Deventer, der ehemaligen Schülerin Kim Schirra sowie dem Schüler Lean Pecigos. In konzentrierter Atmosphäre wurden Argumente abgewogen, Gegenpositionen geprüft und Standpunkte geschärft.

Schulentscheid – Finale

Siegerinnen und Sieger beim Schulentscheid (AK I): Shirwan Moslem, Laurenz Freier, Linda Jakob und Emilie Cichy.

Nach der Verkündung der Finalteilnehmerinnen und -teilnehmer und der Auslosung der Positionen folgten die Finaldebatten. In der Altersklasse II stand die Frage im Mittelpunkt, ob ein elternunabhängiges BAföG für alle Studierenden eingeführt werden sollte. Coralie Salenga und Timo Bartels vertraten die Pro-Seite, während Berk Akcil und Inka Kuczkowiak dagegen argumentierten.

In den Jahrgängen 9 und 10 wurde darüber debattiert, ob eine allgemeine Dienstpflicht für Rentner eingeführt werden sollte. Auch hier zeigten die Finalistinnen und Finalisten ein hohes Maß an Sachkenntnis und rhetorischer Sicherheit.

Am Ende setzten sich im Jahrgang 9 Laurenz Freier vor Linda Jakob und im Jahrgang 10 Shirwan Moslem vor Emilie Cichy durch. In der Altersklasse II gewann Timo Bartels vor Coralie Salenga. Da Timo leider am Tag der Regionalentscheide verhindert war, wurden für den Regionalentscheid für die Ak 2 Coralie Salenga und Berk Akcil angemeldet.

Regionalentscheid – Vorrunde in Dinslaken

Nach getaner Wort-Arbeit: Debattierende und Jurierende am Tag der Vorrunde des Regionalentscheids in Dinslaken

Am 19. Februar 2026 fand die Vorrunde des Regionalentscheids am Otto-Hahn-Gymnasium Dinslaken statt. Begleitet wurden die Teilnehmenden von den Lehrkräften Daniel Heisig-Pitzen, Lucas Liesegang, Torben Krüger und Samuel Pimpert, die als Juroren im Einsatz waren. Auch Schülerjuroren – Lean Pecigos, Caner Demir und Piet Spryutenburg – unterstützten den Wettbewerb.

In der Altersklasse I wurde beispielsweise darüber diskutiert, ob bei schriftlichen Prüfungen in der Oberstufe Anwendungen mit künstlicher Intelligenz als Hilfsmittel zugelassen werden sollten oder ob auf allen öffentlichen Plätzen der Region kostenloses WLAN angeboten werden sollte.

In der Altersklasse II setzten sich die Debattierenden unter anderem mit der Frage auseinander, ob die Veröffentlichung von Wahlumfragen im Vorfeld von Wahlen verboten werden sollte oder ob sogenannte „Kaufe jetzt, zahle später“-Bezahlmodelle bei Online-Käufen untersagt werden sollten.

Laurenz Freier erreichte in der Vorrunde einen beachtlichen sechsten Platz und damit einen Stellvertreterplatz für das Finale der Altersklasse I. Coralie Salenga belegte in ihrer Altersklasse den vierten Platz und qualifizierte sich damit für das Regionalfinale.

Regionalentscheid – Finale im Rathaus Dinslaken

Um kein Argument verlegen: Coralie Salenga (2. v.r.) kam beim Regionalfinale der AK II auf den dritten Platzt

Das Regionalfinale fand am 20. Februar 2026 im Rathaus Dinslaken statt. In feierlicher Atmosphäre traten dort die besten Debattierenden der Region gegeneinander an.

Im Finale der Altersklasse I kam Laurenz als Stellvertreter leider nicht zum Einsatz. Dabei stand schließlich die Frage zur Debatte, ob für Privatgärten eine insektenfreundliche Gestaltung vorgeschrieben werden sollte.

Coralie Salenga vertrat unsere Schule im Finale der Altersklasse II als Pro-Debattantin zur Frage, ob eine Kontaktgebühr für Arztbesuche erhoben werden sollte. Sie erreichte einen hervorragenden dritten Platz. Unterstützt wurde die Veranstaltung unter anderem von Piet Spryutenburg, der als Zeitwächter im Einsatz war.

Die diesjährige Wettbewerbsrunde hat eindrucksvoll gezeigt, mit welcher Ernsthaftigkeit, Sachkenntnis und Gesprächsfähigkeit unsere Schülerinnen und Schüler aktuelle gesellschaftliche Fragen durchdringen. Wir gratulieren allen Beteiligten herzlich zu ihrem Engagement und freuen uns bereits auf die nächste Runde von „Jugend debattiert“.

Text und Fotos: Daniel Heisig-Pitzen

— [Daniel Heisig-Pitzen]

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