Internationale Forschung zum Auschwitzprojekt unserer Schule
Forschungsbesuch eines japanischen Wissenschaftlers
Das Auschwitzprojekt am Adolfinum ist derzeit Gegenstand einer internationalen wissenschaftlichen Untersuchung. Im Rahmen eines Forschungsvorhabens zur Erinnerungskultur in Deutschland besuchte der japanische Professor Shinji Nakagawa (Kwansei-Gakuin-Universität, Japan) unsere Schule, um das Auschwitzprojekt aus wissenschaftlicher Perspektive zu analysieren.
Professor Nakagawa befindet sich gegenwärtig auf einer dreiwöchigen Forschungsreise in Deutschland. Ziel dieser Reise ist die systematische Erfassung und Auswertung verschiedener Projekte, Initiativen und Ausstellungen im Bereich der Erinnerungskultur. Im Mittelpunkt seines Interesses steht dabei die Frage, wie die Auseinandersetzung mit der nationalsozialistischen Vergangenheit in unterschiedlichen gesellschaftlichen Kontexten gestaltet, vermittelt und weiterentwickelt wird.
Im Verlaufe seines Aufenthalts führte Professor Nakagawa ein ausführliches Interview mit Herrn Schirra und Herrn Herrmann. Dem Leitungsteam gehören darüber hinaus Frau Hennemann, Herr Verhoeven und Herr Watkins sowie 40 Teamerinnen und Teamer an. Im Rahmen seines Besuchs suchte der Wissenschaftler auch das Gespräch mit beteiligten Schülerinnen und Schülern, um ein umfassendes Bild der praktischen Durchführung des Projekts zu gewinnen.
Perspektivisch ist die Veröffentlichung eines wissenschaftlichen Sammelbandes geplant, der eine vergleichende Betrachtung der Erinnerungskultur in Deutschland und Japan vorsieht. Das Gedenkstättenprojekt unserer Schule wird hierbei als Fallbeispiel in die Analyse einbezogen.
Die Berücksichtigung unseres Projekts im Rahmen eines internationalen Forschungsvorhabens stellt eine bedeutende Anerkennung dar und unterstreicht die Relevanz unserer schulischen Arbeit.
Text: Daniel Schirra
Foto: Maren König
— [Daniel Heisig-Pitzen]