Bald Lehrer in einem MINT-Fach? Alena Ahlberg, Katharina Albus, Muriel Beyer, Sofie Frank, Leajane Hermes, Inken Holthoff, Marie Meier, Noel Morawiec, Annabelle Peters, Julia Schmitz und Niklas Wilms.

„MiLeNas“ beim Kick-off an der RWTH Aachen

Vierter Jahrgang startet am Adolfinum in das zweijährige Programm zur MINT-Lehrer-Nachwuchsförderung

Aachen, Technische Hochschule, Hörsaalkomplex „HKW Toaster“ – über 70 Schülerinnen und Schüler aus 13 MINT-EC-Schulen aus ganz Deutschland trafen sich am 6. Oktober 2016an der RWTH Aachen zur Auftaktveranstaltung des Programms zur MINT-Lehrer-Nachwuchsförderung (MILeNa). Das Gymnasium Adolfinum, Mitbegründer dieses Projekts im Jahr 2013, war mit 10 Schülerinnen und Schülern vertreten, die das schulische Angebot einer breiten Öffentlichkeit vorstellten.

„Im Jahr 2024 werden viele Lehrerstellen im Bereich der MINT-Fächer nicht neu besetzt werden können“ informiert Frau Prof. Heidrun Heinke, die für die Organisation des Programms als Gastgeberin an der RWTH Aachen verantwortlich ist. „Besonders schwierig wird dies in den Fächern Chemie und Physik. Ein Lehramtsstudium in diesem Bereich bietet demnach eine gute Zukunftsperspektive“, führt die Leiterin des physikalischen Instituts weiter aus.

Nicht zuletzt deswegen erwartet die Teilnehmerinnen und Teilnehmer, die allesamt die Einführungsphase (Jahrgangsstufe 10) am Adolfinum besuchen, ein intensiver Einblick in den Lehrerberuf.

Neben fünf Lehrveranstaltungen an der Universität Duisburg-Essen, die die Schülerinnen und Schüler aus Moers und der Partnerschule aus Bottrop, dem Josef-Albers-Gymnasium, betreut, besuchen die Adolfiner in der Schule die science-teaching-AG. Angeleitet durch die MINT-Lehrer Tim Herrmann und Patrick Schubert werden im Rahmen dieser Arbeitsgemeinschaft Experimente für die Schülerinnen und Schüler der umliegenden Grundschulen vorbereitet, durchgeführt und evaluiert. Didaktische Grundlagen runden das Angebot in der AG ab.

Noch intensiver wird der Kontakt zu den Grundschülerinnen und -schülern im Rahmen des Projekts „Die Großen mit den Kleinen“, das traditionell im Januar im Zuge des Betriebspraktikums der Einführungsphase am Adolfinum veranstaltet wird.

Ein weiteres Highlight folgt dann im zweiten Halbjahr des laufenden Schuljahres, in dem der einwöchige Schüleraustausch mit dem Josef-Albers-Gymnasium stattfinden wird. Neben Lehrerfahrungen an der Partnerschule ist der Besuch von außerschulischen Lernorten stets ein beliebter Programmpunkt während des Austauschs.

Fortsetzung findet das MILeNa-Programm dann in der Jahrgangstufe 11, in der im Rahmen eines Projektkurses vor allem die theoretischen Grundlagen des Unterrichtens sowie die praktische Umsetzung im Naturwissenschaftsunterricht der Sekundarstufe I eine Rolle spielt.

„Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer dürfen sich auf eine sehr intensive und ereignisreiche Zeit freuen, in der sie nicht nur einen umfassenden Einblick in den Lehrerberuf bekommen, sondern sich auch als Persönlichkeiten weiterentwickeln können“, berichtet Patrick Schubert. „Auch wenn sie nach den zwei Jahren nicht Lehrer werden wollen haben sie doch viele Kompetenzen erworben, die sie für ein späteres Studien- und Berufsleben brauchen können“.

Teamfähigkeit bewiesen die Adolfinern auch schon im Rahmen der Auftaktveranstaltung in Aachen. Beim Brückenbau-Wettbewerb konnte durch gemeinsames Tüfteln und Werken ein tolles Ergebnis erzielt werden. Dies lässt auf eine erfolgreiche Zeit im MILeNa-Programm schließen.

Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus der Einführungsphase: Alena Ahlberg, Katharina Albus, Muriel Beyer, Sofie Frank, Leajane Hermes, Inken Holthoff, Marie Meier, Noel Morawiec, Annabelle Peters, Julia Schmitz und Niklas Wilms.

— [Thomas Kozianka]

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