Künstlerisch umgesetzt: „Es geht auch anders“ – Vielfalt philosophisch denken

Kongresswettbewerb „ANDERS“

Philosophieprojekt der Jahrgangsstufe 10 zum Thema Anderssein, Identität und gesellschaftliche Akzeptanz

Im Rahmen des landesweiten Wettbewerbs „ANDERS“ setzten sich Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 10 im Philosophieunterricht mit dem Thema Anderssein auseinander. Ziel des Projekts war es, persönliche Perspektiven auf Vielfalt, Individualität und gesellschaftliche Akzeptanz zu entwickeln und diese kreativ zum Ausdruck zu bringen. Dabei stand weniger die perfekte künstlerische Technik im Vordergrund als vielmehr das reflektierte Nachdenken über eigene Erfahrungen und ethische Fragestellungen. Das Projekt fördert so philosophische Urteilskompetenz, Empathie und die Fähigkeit, unterschiedliche Lebensentwürfe wertzuschätzen.

Lina Ramovic berichtet

Grundlage der Arbeit: Das Konzeptpapier zum Ausstellungsstück.

Am 12. November fand im Haus der Technik in Essen der Bildungspartner-Kongress unter dem Motto „Es geht auch anders“ statt. Im Rahmen dieses Kongresses wurde auch die zweite Runde des Wettbewerbs „ANDERS“ ausgetragen, bei dem Schülerinnen und Schüler aus ganz NRW ihre künstlerischen Arbeiten zum Thema „Anderssein“ präsentierten. Ich war an diesem Tag vor Ort, habe die Veranstaltung miterlebt und durfte gemeinsam mit Jonna, mit Unterstützung von Shahd und Shirwan, unser Projekt vorstellen.

Gegen 10 Uhr begann die offizielle Begrüßung im großen Saal. Vertreterinnen und Vertreter von Bildungspartner NRW erklärten noch einmal, dass der Wettbewerb bewusst offen gestaltet worden war: Es sollte nicht darum gehen, eine perfekte Technik zu beherrschen, sondern eine Perspektive, ein Gefühl oder eine Erfahrung sichtbar zu machen. Besonders hervorgehoben wurde, dass sich die Schulen in diesem Jahr intensiv mit Diversität, Individualität und gesellschaftlicher Akzeptanz auseinandergesetzt haben.

Nach der Eröffnung wanderten die Besucher*innen durch die Ausstellung. Sie sprachen mit den Gruppen, stellten Fragen und ließen sich die Hintergründe genauer erklären. Diese Phase hatte fast etwas von einer professionellen Kunstvernissage, und die Schülerinnen und Schüler waren sichtlich stolz darauf, ihre Werke erklären und präsentieren zu dürfen. Währenddessen hatten auch die Besucherinnen und Besucher Zeit, ihre Stimmen für den Publikumspreis abzugeben. Viele standen lange vor den Stellwänden, weil jedes Werk etwas Eigenes ausdrückte und die Entscheidung schwerfiel.

Am Nachmittag versammelten sich alle erneut im großen Saal. Die Spannung war deutlich zu spüren. Schließlich wurden die drei prämierten Lerngruppen bekannt gegeben. Jede Gruppe erhielt eine Urkunde, eine kurze Laudatio und das Preisgeld von 500 Euro. Es gab viel Applaus und viele glückliche Gesichter.

Unabhängig davon, wer am Ende gewonnen hatte, herrschte ein Gefühl von Gemeinschaft und gegenseitigem Respekt. Die Botschaft des Kongresses, Vielfalt nicht nur zu akzeptieren, sondern wertzuschätzen, wurde an diesem Tag stark und sichtbar gelebt.

Text: Lina Ramonic

Bildungspartner NRW: 11. Bildungspartnerkongress »Es geht auch anders.« - Impressionen

— [Daniel Heisig-Pitzen]

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