Auf der großen Lesebühne: die diesjährigen Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Vorlesewettbewerbs.

Sechstklässler im Lesewettkampf

Vorlesewettbewerb 2021: Adolfinum zum 16. Mal dabei

Gut vorzulesen ist eine Kunst. Das stellten am Dienstag wieder einmal fünf Schülerinnen und Schüler der Klassen 6a bis 6e bei einem Vorlesewettbewerb in der Aula des Moerser Gymnasiums Adolfinum unter Beweis. Die Schule nahm damit bereits zum 16. Mal an der alljährlich vom deutschen Buchhandel bundesweit ausgeschriebenen Veranstaltung teil. Das Gymnasium konnte in dieser Zeit auch schon einige Teilnehmerinnen und Teilenehmer für den weiterführenden NRW-Wettbewerb stellen.

Stolze Siegerin: Carla Fortmann aus der Klasse 6c.

An diesem Dienstag ging es aber erst einmal darum, einen Schulsieger zu finden. Die Regeln dafür waren die gleichen wie auch schon in den Jahren zuvor: Jede Klasse hatte im Vorfeld aus ihren Reihen eine Teilnehmerin beziehungsweise einen Teilnehmer gekürt, die dann am Dienstag in zwei jeweils drei Minuten dauernden Vorlesedurchgängen gegeneinander antraten.

Dabei durften sie sich für den ersten Durchgang selber einen Textabschnitt aus einem ihrer Lieblingsbücher auswählen und auch zuvor schon mal üben. So las zum Beispiel als Erster Valerio Pannozzo aus der Klasse 6a aus Cornela Funkes „Herr der der Diebe“ während sich Carla Fortmann aus der der 6c und Mika Berns aus der 6d jeweils für einen der Rowling-Romane um den jungen Zauberhelden Harry Potter entschieden hatten. Die Texte des zweiten Durchgangs, in diesem Fall aus dem Kindergeschichtenbuch „Eintritt frei! Kinder die Hälfte“ von Erich Kästner, wurden dagegen von einer aus vier Lehrern und der Vorjahressiegerin Caroline Finkler bestehende Jury bestimmt und waren den Teilnehmerinnen und Teilnehmern bis zum Schluss nicht bekannt.

In beiden Runden ging neben dem flüssigen Lesen auch um deutliche Aussprache, Betonung und Stimmlage, sowie um angemessene Pausen und vor allem um eine möglichst spannende, sprachliche Darbietung. Im Durchgang eins wurden außerdem auch noch die Wahl der Textpassage nach ihrer sinnfälligen Geschlossenheit und die Einhaltung der dreiminütigen Lesedauer beurteilt. Jedes Kriterium konnte dabei bis zu fünf Punkte erhalten.

Am Ende entschieden sich die fünf Jurymitglieder in einer geheimen Besprechung für Carla Fortmann als Siegerin, ihr ausdrucksstarker Textvortrag aus „Harry Potter und der Orden des Phönix“ und auch der des bis dahin unbekannten Kästner-Textes hatte alle überzeugt.

Wie üblich verzichtete die Jury auch diesmal auf eine weitere Platzfolge. „Ihr wart alle richtig gut", lobte Dina Mecklenburg, Deutschlehrerin und Mitorganisatorin des Schulwettbewerbs alle fünf Teilnehmerinnen und Teilnehmer gleichermaßen. „Ich weiß, wie viel Mut es euch gekostet hat, sich da oben auf die Bühne zu setzen und euren Text vorzulesen."

Deswegen bekamen auch alle gleichermaßen eine Anerkennungsurkunde und als zusätzliche Beigabe noch einen leckeren Schokoladen-Nikolaus verliehen. Am glücklichsten war jedoch verständlicherweise Carla Fortmann. „Ich hatte zwar gehofft, dass ich gewinne, war aber doch bis zum Schluss gespannt auf das Ergebnis", bekannte sie zum Schluss mit einem strahlenden Lächeln. Am liebsten, so erklärte sie, lese sie Harry-Potter-Bücher. Letztere habe sie allerdings schon alle durch. „Ansonsten mag ich aber auch andere Bücher. Vor allem Fantasy-Romane.“

Text: Jutta Langhoff (Rheinische Post, Lokalredaktion Moers, 09.12.2021) | Fotos: Barbara Reiss.

— [Thomas Kozianka]

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